Frank Meyer Blog

Genervt durch Langeweile am Edelmetallmarkt?

11.11.2021

Wenn ich richtig rechne, befindet sich der Goldpreis nach seinem Ausflug über die Marke von 2.000 US-Dollar im August des letzten Jahres seit nunmehr 15 Monaten in einer Konsolidierung bzw. Bodenbildung. Das Silber hatte es damals auf 30 US-Dollar geschafft und fiel dann Ende September bis auf 21,50 US-Dollar zurück. Unterdessen laufen die Aktienmärkte von einem Rekord zum nächsten. Überholen ohne einzuholen. Wie das nervt!

Entsprechend war die Stimmungslage im Oktober mehr als im Keller. Es ist erstaunlich, dass die Edelmetalle nicht auf die doch deutlich gestiegenen Inflationsdaten reagieren bzw. auf die tiefen real negativen Renditen. Dennoch berichten die heimischen Edelmetallhändler von großer Nachfrage nach Edelmetall, also Bares in Wahres zu tauschen.

Die überall spürbare Teuerung verunsichert die Leute. Die Meisten regen sich über steigenden Preise auf, ohne zu bedenken, wie gleichzeitig ihr Geld verfällt. Gleiche Waren von neulich kostet jetzt mehr. Auf den zinslosen Konten entwertet sich das Geld immer schneller. Das ist wie ein Einbruch, gegen den nicht mal die Polizei etwas unternehmen kann.

Wie sieht es in zehn oder 20 Jahren aus? Wir wissen es nicht. Die verschwundene Kaufkraft ist weg und sie bleibt auch weg. Also ab an die Börse und frisch-fröhlich Aktien gekauft, selbst wenn sie so teuer sind wie noch nie, so der Expertenrat, um der Inflation mit Kursgewinnen und Dividenden auszuweichen. Ist das wirklich so einfach? Es scheint so, jedenfalls bis jetzt.

Unternehmen können pleitegehen. Gold sind Silber nicht. Beim Kauf eines breit gestreuten Fonds oder ETF`s fällt eine Pleite nicht sonderlich auf und kann immer passieren. Unternehmensmodelle können scheitern. Aktien in der Summe können durchaus als Anti-Geld bezeichnet werden, als eine Art Sachwert. Deren Entwicklung hängt an vielen Faktoren, die sie beflügeln oder auslöschen. Alles auf die Aktien-Karte zu setzen wäre unklug, genauso wie komplett auf Bargeld oder dem Geld auf dem Konto zu vertrauen.

Ja, es nervt, wenn alles an den Börsen läuft und man diesem Zug schon lange hinterherschaut und auch noch auf seine Münzen und Barren vertraut. Dabei kommt es auch auf den zeitlichen Horizont an. Gold, in Euro hat in diesem Jahr wirklich nur ein lächerliches Prozent geschafft, während der DAX doch 17 Prozent gestiegen ist. Silber, in Euro gerechnet, liegt sogar drei Prozent hinten. In den letzten beiden Jahren aber hat es sich um 38 Prozent verteuert. Gold liegt im gleichen Zeitraum „nur“ 20 Prozent vorn.

Fakt ist, die „Sachwerte“ wurden durch die Inflationierung des Geldsystems seit Jahren schon teurer und teurer, während herkömmliches Geld mal mehr oder weniger schnell Teile seiner Kaufkraft verloren hat wie ein leckgeschlagener Reifen seine Luft. Vielleicht sollte man die Nerverei der in den letzten Monaten ach so langweiligen Kurse von Gold und Silber als eine Art von Subventionierung und Chance betrachten. Es gibt nämlich heute nicht mehr so viele Dinge, die nicht teurer geworden sind. Das wird sich ändern.

P.S. Der Text meiner Kolumne war schon fertig, als aus den USA frische Inflationsdaten für den Oktober gemeldet wurden... Und, oh Wunder, sie liegen 6,2 Prozent höher als vor einem Jahr. Gold und Silber jubelten. Sollte sich das gelbe Metall über der Marke von 1834 US-Dollar halten, war das Ende der Bodenbildung. Und auch das Ende der Langeweile.

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