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Mit Goldimpfung gegen die Eurosklerose

15.07.2022

Die aktuell schwachen Euro-Notierungen machen Schlagzeilen. Sie beweisen mal wieder, dass diese Gemeinschaftswährung ein Problem hat, welches sie von den Gründungsvätern in die Wiege gelegt bekam. Nein, der Euro ähnelt heute der italienischen Lira statt der Deutschen Mark. Das verwundert nicht, wenn man südeuropäische Geldpolitik betreibt. Nach zwei Jahrzehnten taugt der Euro höchstens für den Handel und zum Ausgeben, aber nicht zum Sparen.

Mit Ständen von eins zu eins zum US-Dollar hat der Euro allein in diesem Jahr zwölf Prozent verloren. Der Euro-Werbefachmann staunt, der Euroskeptiker hatte ohnehin damit gerechnet. Diese Parität zum US-Dollar ist kein Ruhmesblatt für die Geldpolitik der EZB. Von ihr hieß es neulich, dass Geldpolitik auch etwas mit Kunst tun habe. Dabei kommt Kunst bekanntlich von Können. Aber mit dem Können hat es die EZB wahrlich nicht so. Und so ist der Euro eine Weichwährung für die schwachen Länder Europas geworden und zum Problem für die Sparer hierzulande.

So eine Schwachwährung soll auch ihre Vorteile haben, heißt es oft. Ja, man muss derzeit nicht umständlich zwischen Euro und US-Dollar umrechnen, auch zum Schweizer Franken. Fein! Aber das war es dann auch schon mit den Vorteilen einer schwindenden Kaufkraft. Oder haben Sie noch was?

Edelmetall schützt Kaufkaufkraft

Wie hier auf dieser Seite schon oft und lange beschrieben, war es gut, die alte Kaufkraft des Euro für Einkäufe zu nutzen. Ihn auszugeben ist besser, als ihn komplett auf der hohen Kante zinslos verrotten zu lassen. Dann besser in die stärkste Währung der Welt tauschen – Gold. Vergleicht man die Preisentwicklung des Goldes in US-Dollar und in Euro, dann konnte das gelbe Metall die Kaufkraft schützen, was es schon seit tausenden Jahren konnte. Gold in US-Dollar hat in diesem Jahr 5,4 Prozent verloren. In Euro allerdings ist das Gold sieben Prozent teurer geworden.

Was hat sich in 20 Jahren getan? Damals stand der Euro genau da, wo er heute wieder steht. In dieser Zeit ist Gold um 438 Prozent gestiegen. Eine Unze kostet mehr als das Vierfache von damals. Anders gesehen, sind gegenüber Gold 82 Prozent der Kaufkraft verdampft. Der Rest kommt nach.

Gleiches Bild in Silber: Das weiße Metall ist in zwei Jahrzehnten 269 Prozent teurer geworden. Ergo ist die Kaufkraft des Euro gegenüber Silber um 72 Prozent geschwunden. Dabei hat sich Silber in diesem Jahr weit schlechter entwickelt als das gelbe Metall.

Importierte Inflation

Eine starke Währung hat für ein rohstoffarmes Land wie Deutschland und seine Industrie, die auf Rohstoffe von außen angewiesen ist, große Vorteile: Importe werden billiger. So aber bezahlen wir heute Öl, Metalle und jetzt auch US-gefracktes Flüssiggas mit unserer weichgeklopften Schwachwährung und importieren uns damit auch noch mehr Inflation. Tolle Wurst!

Experten behaupten, die Exporteure hätten durch einen schwachen Euro Vorteile. Dafür muss man erst einmal etwas haben für den Export, angesichts der Probleme in den Lieferketten. Unsere Weltklasseprodukte von früher (Autos, Maschinen) gibt es jetzt auch von woanders. Wer etwas auf dem Weltmarkt verkaufen kann, hat natürlich Vorteile in der Geschäftswelt. Aber welcher Lohnempfänger ist schon Exporteur? Sicherlich hängen am Export viele Arbeitsplätze. Auch hier haben wir uns vom exportlastigen Geschäftsmodell Deutschland abhängig gemacht - wie von russischer Energie. Darüber wird als Nächstes zu reden und klagen sein.

Vor allem die Sparer trifft der schwache Euro von zwei Seiten: Zum einen ist ihr Euro im Ausland viel weniger wert. Urlauber kennen das. Zum anderen frisst einem die Inflation schon zu Hause die Kaufkraft der Rücklagen auf. Wer auf Gold statt Papiergeld gesetzt hat, betrifft diese Euroschwäche mit all ihren Folgen weit weniger.

P.S. Wäre eine schwache Währung so toll, wäre die Türkei mit einer Inflation von offiziell 80 Prozent Exportweltmeister und die Leute in Simbabwe, Sri Lanka, Venezuela und Argentinien glückliche Völker.

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