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Beim Geld hört die Freundschaft auf!

14.02.2022

Das Jahr ist noch jung und schon wieder so verrückt gestartet. Nein, das war kein politisches Statement. An den Börsen scheppert es seit ein paar Wochen, seit die Notenbanken in die Fanfare zum Startschuss einer so genannten Zinswende pusten. Wollen wir doch erst einmal sehen, ob es nicht nur Worte bleiben. Höchstwahrscheinlich werden die Zinsen nie wieder ihr früheres Niveau erreichen, bevor eine neue Krise durch die Gassen schleicht.

Die Geldentwertung geht erst einmal weiter. Im Januar stiegen die US-Verbraucherpreise um 7,5 Prozent, in Deutschland um 4,9 Prozent und in ganz Europa um fünf Prozent. Überrascht Sie das? Sie merken es ja selbst und ahnen, was die EZB mit ihrer Gelddruckerei im Billionenbereich angestellt hat und sie das Zinsgespenst nicht zurück in die Flasche befehlen kann. Das Ersparte entspart sich von selbst. Und beim Geld hört bekanntlich die Freundschaft auf.

Preissteigerungen sind nichts Ungewöhnliches. Nur, dass es so schnell geht, lässt sogar die Ignoranten aufhorchen. An der Zapfsäule zahlen wir so viel wie noch nie. Strom und Gas gehören inzwischen zu den Luxusgütern. Die Zahl der Leute wächst, die sich überlegen, ob sie ein Brötchen kaufen oder eine Kilowattstunde Strom verbrauchen. Oder sie würfeln, ob sie ein Brötchen kaufen und das im Dunkeln essen… oder im Hellen sitzen mit Hunger im Bauch. Alles auf einmal geht nicht mehr. Aber Brot wird immer teurer. Und Kuchen ist auch keine Lösung. Wie man es dreht und wendet, alles wird teurer, außer die Ausreden derer, die dafür verantwortlich sind. Notfalls war es Corona!

Sicherlich spielt auch die Pandemie eine Rolle. Aufgrund von Mangel an Produkten werden diese teurer. Das nennt sich Mangelinflation. Die aufgestauten Nachholeffekte leisten ihr Übriges dazu. Doch im Grunde sitzen die Schuldigen für diese Preispandemie auch in den Zentralbanken, die Geld gedruckt haben, als könne man damit das Coronavirus bekämpfen. Nein, man meinte es gut. Das Karussell sollte sich weiterdrehen, die Lager geschmiert mit mehr und immer mehr Geld. Das sickerte erst in die Preise für Vermögensanlagen und jetzt in die Regale der Supermärkte. Während die Geldmenge explodierten, ist die Summe aller Waren und Dienstleistungen nicht sonderlich gewachsen. Das eine ergreift jetzt das andere und wir haben den Salat.

Inzwischen kündigen viele Notenbanken eine Zinswende an. Die Märkte reagieren wie ein vom Blitz getroffenes Huhn. Die Kurse der Anleihen fallen und die Renditen steigen entsprechend. Wenn die EZB das Geld aus dem System ziehen möchte, muss sie die aufgekauften Staatsanleihen mit Geld aus dem Nichts wieder verkaufen - und die Erlöse dann vernichten. Wer aber soll die Anleihen dann kaufen? Und wer finanziert dann die schwindsüchtigen Kassen der Staaten? Bei wieviel Rendite würden Investoren die Anleihen dann kaufen? Diese müsse über der Inflationsrate liegen. Und hier liegt der Hase im Pfeffer.

Die jetzt etwas höheren Zinsen erfassen bereits den Immobilienmarkt. Kredite kosten schon etwas mehr. Die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen haben sich etwas verschlechtert. Manch Zombie im Nullzins-Teich wird unruhig. Das einzig Positive ist, dass es der Strafzins auf Guthaben schwer haben wird, fehlt doch einfach das Argument, bei Plus-Zinsen Strafzinsen für Guthaben zu zahlen. Zinsen auf den Konten werden weiter auf sich warten lassen.

Was hat das alles mit Edelmetallen zu tun? Eine ganze Menge. Auch wenn die Experten warnen, dass steigende Zinsen schlecht für die Preisentwicklung von Gold und Silber seien, die letzten vier Zyklen der Zinsanhebungen waren jedoch die beste Zeit für die Edelmetallpreise. Zum anderen ist es keine ausgemachte Sache, dass diese „Zinswende“ auch wirklich diesen Namen verdient. Unterm Strich bleiben die Renditen negativ, was bedeutet, dass auch weiterhin das Ersparte real an Kaufkraft verliert. Das Gefährliche sind nicht die Edelmetalle, sondern das Agieren der Zentralbanken und letztlich das an sich wertlose Geld an sich.

P.S.: Hier kommen gerade frische Prognosen vom Silver Institut rein, wonach die Silbernachfrage für 2022 mit rund 1,1 Milliarden Unzen vielversprechend aussehen. Es wäre ein Rekordhoch. Getrieben wird die Nachfrage zum einen vom industriellen Verbrauch. Der wird mit einem Zuwachs von fünf Prozent in diesem Jahr gesehen. Auch die anderen grünen Technologien sind Verbraucher von Silber. Zum anderen soll die Nachfrage nach physischen Silberinvestitionen in diesem Jahr um 13 Prozent steigen und damit so viel wie seit sieben Jahren nicht mehr. Zuwächse bei Silberwaren und Silberschmuck werden ebenfalls um elf bzw. um 21 Prozent erwartet. Es gäbe also genügend Gründe, warum sich Silber zumindest in diesem Jahr etwas freundlicher entwickeln könnte als im letzten Jahr.

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