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Süße Gifte und handfeste Gegenmittel

11.12.2020

Dieses Jahr wird in einigen Tagen abgerechnet. Die einen sagen: „Mist!“ Andere meinen, dass es auch schlimmer hätte kommen können, während die Experten uns gerade mit Erwartungen, Ausblicken und Prognosen für das nächste Jahr überfrachten. Wozu? 2021 liegt je nach Pandemielage komplett im Nebel. Sicher ist nur, dass jede Krise irgendwann auch einmal endet und dass sich hinter jedem Schmerz meist auch ein Geschenk versteckt.

Sicher ist nur: Die Tage werden bald wieder länger hell und dass es auch 2021 keine Zinsen geben wird, während die Zentralbanken weltweit noch mehr Geld drucken werden. Das macht zwar nicht reich, verhindert aber für eine gewisse Zeit den finalen Absturz. Dieses süße Gift der neuen Schulden hat uns lange schon abhängig gemacht. An Entzug ist nicht zu denken. Überließe man den von den Gelddrogen abhängigen Markt, käme es zu einer Art von Bereinigung, wogegen eine Pandemie ein Kindergeburtstag wäre. Das kommt davon, wenn man irgendwann mal mit dem Gelddrucken anfängt wie mit dem Schnapstrinken.

Trotz allem war dieses Jahr zumindest in finanzieller Hinsicht an den Börsen ein goldenes und auch silbernes Jahr. Gold erreichte in jeder Währung dieser Welt neue Rekordstände. Anders herum waren die weltweiten Währungen noch nie so schwach gegenüber dem gelben Metall. Gold in Euro legte zwölf Prozent zu, in US-Dollar sogar um 21 Prozent. Der Gewinner aber ist Silber mit einem Aufschlag von 24 Prozent. Es notiert allerdings noch weit unter seinem Rekordpreis von rund 35 Euro pro Feinunze. Und zum Schluss zog sogar das viel geschmähte Platin in die Gewinnzone. Woran liegt das?

Die Preistreiber für „Sachwerte“ sind in erster Linie die realen negativen Zinsen. Bekommt man für Anleihen und Erspartes mehr Rendite und Zinse, als die Teuerung frisst, haben es Edelmetalle eher schwer. Bei Nullzinsen aber, abzüglich der Teuerungsrate, ist der Realzins negativ. Geld bar zu halten oder zinslos auf den Konten entwertet Geld automatisch. Das war neben den weltweiten Unsicherheiten der Hauptgrund für die Preissteigerungen an den Börsen und den Edelmetallmärkten. Andere Sachwerte wie Immobilien, Grund und Boden sind ebenfalls teurer geworden. Es sieht danach aus, dass sich daran auch im nächsten Jahr nichts ändern wird.

Kinders, wie die Zeit vergeht!

Erinnern wir uns einen kurzen Moment daran, als der Euro eingeführt wurde. Das ist rund zwei Jahrzehnte her. Damals umfasste die Bilanz der EZB 700 Milliarden Euro. In diesen Tagen wird die Sieben-Billionen-Euro-Marke überschritten, was eine Verzehnfachung darstellt. Die Zeit, den Euro zu retten ist unterdessen länger als die Zeit, die wir ihn in unseren Taschen mit uns tragen. Eine Krise jagte die Nächste. Aus der Milliarde wurde die Billion.

Auch in den nächsten Monaten (oder Jahren) wird die EZB fleißig Staatsanleihen aufkaufen. Die Neuverschuldung der Staaten über die Ausgabe frischer Anleihen wird dafür sorgen, dass die EZB auch mehr Papiere aufkaufen kann – mit Geld aus dem Nichts. Die nächsten Generationen, sagen wir mal den nächsten 300 Jahren, sollen die Schulden dann abzahlen. Ha! Dabei sind wir schon nicht in der Lage, die Schulden unserer Eltern und deren Großeltern abzuzahlen. Also muss die Inflation ran, die Schulden erleichtert, Sparguthaben aber auch. Welches Land in dieser Welt zahlt eigentlich seine Schulden zurück?

Überhaupt fragt sich der geneigte Beobachter des Geschehens in der Arena der Schlachten um das Geld und die Wirtschaft… wie lange kann das mit den immer höheren Schulden gutgehen? Kommen erst die Inflation und dann die Währungsreform? Wie lange haben wir noch?

Betreibt die EZB Staatsfinanzierung durch die Druckerpresse? Jein! Sie kauft ja die Papiere über den Markt und nicht direkt von den Staaten. Das Ergebnis ist das Gleiche. Nur werden die Bezeichnungen dafür mit lustigen Abkürzungen versehen: PEPP, APP, TLTRO oder PELTRO. Nennen wir es Systemverlängerung durch Geld drucken und Zinsen unterdrücken. Es ist das süße Gift, das auch jeder Finanzminister schätzt, Geld auszugeben, das er von der Zentralbank bekommt, wenn er seine Steuerschäfchen nicht noch mehr scheren kann. Für Sparer bedeutet das auch 2021, dass sie umgedacht haben müssen. Die Antwort heißt: Handfestes statt Plattgedrucktes. Kommen Sie gut ins neue Jahr!

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