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Gold als Kaiser. Silber als Sprinter.

10.08.2020

Sind dies historische Zeiten? Wahrscheinlich. Eine Unze Gold kostete am 4. August erstmals mehr als 2.000 US-Dollar. Elf Jahre hat es gedauert von der 1.000er zur 2.000er Marke. Wenn die Notenbanken weiter so fleißig bleiben, dauert der nächste Sprung über die 3.000er Linien keine weiteren elf Jahre. Das Erstaunliche ist, dass es keine großen Schlagzeilen gab, als das Gelbe plötzlich eine „zwei“ vorn stehen hatte.

Der heimliche Star aber ist Silber. Immerhin liegt es 50 Prozent in diesem Jahr im Plus und hat sich seit dem Crash inmitten des Lockdowns im Preis mehr als verdoppelt. Dass darüber wenig berichtet wird, ist letztlich eine gute Nachricht. Denn taucht es auf den Titelseiten der großen Zeitungen auf, ist das immer ein Grund vorsichtig zu sein.

Teuer ist relativ

Bekanntlich liegt im Einkauf der Gewinn. Wenn die Experten Ratschläge geben, ist das Chance-Risiko oft ungünstig, vor allem, wenn etwas besonders hoch oder tief steht. Unten kaufen und oben behalten… war beim Gold die richtige Strategie. Vor allem, wenn es um echte physische Bestände geht. Tradingaspekte sollen hier auf dieser Seite keine Rolle spielen. Dafür gibt es entsprechende Papierchen oder auch Klickunzen genannt, die zwar echt erscheinen, es aber nicht sind. Natürlich reizt es den einen oder anderen, einen Teil der Position mit einem dicken Gewinn zu verkaufen. Die Frage ist aber, in was man Gold oder Silber dann tauscht... zurück in Papiergeld...

Es gibt jedoch extreme Punkte, an denen man vielleicht doch das eine in das andere Metall tauschen könnte...

Als im März 2020 das Gold-Silber-Verhältnis bei 1:125 stand, also eine Unze Gold 125 Unzen Silber kaufte, war das ein Extremfall. Eine solche Diskrepanz hat der Edelmetallmarkt noch nicht gesehen. Das war ein Moment, um etwas Goldenes in etwas Silbernes zu tauschen, denn im Durchschnitt steht Silber nicht so günstig gegenüber Gold. Bei Neuinvestitionen war an diesem Extrempunkt das Weiße zu bevorzugen. 

Umgekehrt war es 2011, als Silber bei 50 US-Dollar notierte. Damals kaufte eine Unze Gold nur noch 30 Unzen Silber. Es gilt also nicht nur im Supermarkt ein Auge darauf zu werfen, was gerade teuer und was preiswert ist, besonders an Extrempunkten.

Was die Goldstärke bedeutet

Doch im großen Bild haben sich die Argumente für das Halten von Edelmetall nicht geändert: Die Welt bleibt im „Rettungsmodus“, wobei mal Banken, mal Staaten oder die ganze Weltwirtschaft „gerettet“ wird. Die „Notleidenden“ werden mit Dauerkrediten und Nullzinsen versorgt und das benötigte Geld aus dem Nichts gezaubert wird. Aus Notfällen wird Dauerrettung. Dann schlägt die Stunde des Anti-Geldes.

Da der Goldpreis in nahezu jeder Währung der Welt auf Rekordständen notiert, waren die Währungen gegenüber einer Einheit Gold noch nie so schwach wie in diesen Tagen. Das widerlegt auch die These, dass der US-Dollar die stärkste Währung der Welt sei. Wenn dem wirklich so wäre, würde man nicht einen rekordhohen Berg von bis zu 2075 US-Dollar für die gleiche Einheit Gold auf den Tisch legen, die am Jahresanfang für rund 1.500 US-Dollar zu haben war? An einer Unze Gold hat sich doch nichts, aber auch gar nichts geändert.

Kaufkraft bunkern

Der US-Dollar mag (noch) die mächtigste Währung dieser Welt sein, gegenüber Gold allerdings ist er wie alle anderen Papierwährungen eine Weichwährung. Wer seine Papierwährungen, als sie eine noch höhere Kaufkraft besaßen, in Anti-Geld getauscht hat, der hat sie noch, seine Kaufkraft. Und daran wird auch kaum etwas ändern, kehren die Staaten und Zentralbanken nicht zu einer soliden Geldpolitik zurück.

Die meisten Leute sparen ihr Geld wie früher, was ihnen dann mehr oder wenig schnell, wie schmelzende Eiswürfel durch die Finger rinnt. Zumindest darauf gibt es eine Garantie. Der Goldpreis funktioniert wie ein Kanarienvogel in der Kohlemine – als Barometer für den Zustand der Kaufkraft eines Geldes. Das trifft übrigens auch auf die Aktienkurse zu. Diese steigen auch gerne, wenn die Kaufkraft des Geldes sinkt.

Immerhin kauften die Deutschen im ersten Halbjahr laut World Gold Council rekordhohe 83,5 Tonnen Gold. Das sind umgerechnet 83,5 Millionen Gramm. Die sind doch wahnsinnig, diese Deutschen! Was nach viel klingt, ist statistisch gesehen ein einzelnes Gramm für jede Nase in diesem Land, in dem wir gut und gerne sparen - im Gegenwert von rund 50 Euro, bzw. acht Euro monatlich - und damit weniger als für drei „Kaffee to go“. Und es ist nicht die „Masse“, die sich im ersten Halbjahr mit Gold eingedeckt hat.

Es heißt, die Deutschen sparen wie die Weltmeister. Das mag in der Summe so sein, jedoch ist das Geld nicht nur hierzulande nicht gleichmäßig verteilt. In einer europaweiten Umfrage der ING Diba gaben 29 Prozent an, nichts auf der hohen Kante liegen zu haben. Knapp die Hälfte der Befragten gab an, über Rücklagen von mehr als drei Monatsnettoeinkommen zu verfügen. Und in der Tat ist für viele Leute Gold auf diesem Niveau unerschwinglich geworden. Aber es gibt ja noch Silber.

Gewinne mitnehmen?

Spannend wird es vor allem dann, wenn sich der Trend zur Geldentwertung verstärkt und die Leute vermehrt zum weißen Metall greifen sollten. Im Gegensatz zum Gold gibt es kaum oberirdische Bestände. In zwei großen Wellen, als Silber 1980 und 2011 bei 50 US-Dollar notierte, fand eine „Enthortung“ statt. Tonnenweise landete Altsilber, Schmuck und Münzbestände in den Schmelzöfen. Oder kennen Sie jemanden, der nennenswerte Bestände als Anlage besitzt. Während die oberirdisch Goldbestände alle noch vorhanden sind, ist das Silber mit dem Verlust der Zahlungsfunktion nach und nach aus den Lagern verschwunden und wurde in der Industrie verbraucht.

Nein, trotz der Rekordstände auch in Euro ist vielleicht Gold in vielen Zähnen und an vielen Fingern, nicht aber in den Taschen als Vorsorge. Das liegt auch daran, dass vor Gold so viel gewarnt wurde wie vor Salmonellen in der Wurst. Die Verbraucherschützer haben sich damit ein brillantes Armutszeugnis ausgestellt. Sie mögen sich mit Waschmitteln und Kinderspielzeug auskennen, nicht aber mit Gold und Kaufkraft. Ja ja, Gold kann man im Ernstfall nicht essen! Stimmt schon! Sparbücher und Konten auch nicht. Gold wirft keine Zinsen ab. Dafür kennt es keine Strafzinsen und ist noch da, wenn das Geld weg ist. Wer schützt eigentlich die Verbraucher vor Verbraucherschützern?

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