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Es bewegt sich was…

13.06.2019

Statistisch gesehen, ist der Juni kein sonderlich guter Monat für Gold und Silber mit durchschnittlich 0,25 Prozent Aufschlag beim gelben Metall. Was lehrt uns das? Nichts. Die Lage in der Welt spitzt sich zu. Aus einem Handelsstreit droht ein Handelskrieg zu werden. Es riecht nach Rezession, worauf Wirtschaftsdaten, Umfragewerte und die Zinsentwicklung hindeuten. Die Kurse der deutschen Anleihen jagen von einem Hoch zum nächsten Rekord. Deutsche Schuldpapiere sind teuer wie nie – wertvoller als Gold, da Gold ja keine Zinsen bringt. Der richtungsweisende Bund-Future steht bei fast 172 Prozent. Entsprechend niedrig stehen die Renditen, versehen mit einem Minuszeichen.

Der Bund-Future ist eine Art fiktive Anleihe mit sechs Prozent Zinsen im Jahr und zehn Jahren Laufzeit. Bei 160 Prozent, also bei null Prozent Rendite hätte er mathematisch längst seine Obergrenze erreicht. Was heißt das? Wer dem deutschen Staat 1.000 Euro für zehn Jahre borgt, zahlt einen jährlichen Aufschlag von 2,60 Euro, bei zweijährigen Laufzeiten sogar 6,50 Euro. Dafür, dass man sein Geld nach zehn Jahren zinslos und ohne Ausgleich der offiziellen Inflation zurückbekommt, legt man 26 Euro Aufschlag oder „Gebühr“ auf den Tisch. Bei vollen zwei Jahren sind es 13 Euro. Je mehr Schulden der Staat im kurzfristigen Bereich macht, desto mehr bekommt er von den Gläubigern. Das ist Wahnsinn im Quadrat.

Früher war der Zins noch das Barometer für das Risiko beim Verleihen von Geld. Heute gibt es per Dekret der EZB keinen Zins mehr - und offenbar auch kein Risiko. Basta! Eine Zinswende ist ebenfalls nicht in Sicht. Es wird sogar von möglichen Zinssenkungen gesprochen – bei null Prozent Leitzins. Ist zwar irre, ist aber so. Wer aber sind die Investoren, die solche verrückten Verlustgeschäfte machen? Zum einen Investoren, die überteuerte Papiere später noch teurer verkaufen wollen. Bislang hat das auch funktioniert. Auch die ach so soliden Finanzakrobaten wie Pensionskassen, Versicherungen und Rentenkassen packen Spargelder in solche „Wert“-Papiere. Nicht, dass sie das wollen! Sie sind durch staatliche Vorschriften dazu gezwungen, diese „sicheren“ Staatsanleihen mit Verlustgarantie zu kaufen. In was sollen sie denn sonst investieren? Etwa in Gold? 

Experten warnen beim Gold immer noch, dass es keine Zinsen abwirft. Witzig! Das ist richtig, denn kein Ausfallrisiko – keine Zinsen. Von daher scheinen die deutschen Staatsanleihen und auch die mancher Pleiteländer derzeit sicherer als Gold. Kann das sein? Natürlich nicht. Aber wir leben in verrückten Zinswelten, die noch viel verrückter werden können. Den Zins-Sozialismus in seinem Lauf hält ja weder Ochs noch Esel auf. 

Was kommt als Nächstes? Wir wissen es nicht. Die Zeit arbeitet sich an sich selbst ab. Die Eimer mit rosa Farbe leeren sich. Gut, wenn man nicht komplett überrascht wird und Vorsorge getroffen hat. Das Spannende ist vielleicht gar nicht das Hin und Her oder Hoch und runter der Kurse an den Börsen. Viel spannender ist, was man derzeit aus der Rubrik Politik und Gesellschaft vernehmen kann. Die vergangene Europawahl zeigt das mehr als deutlich. Es geht nicht mehr um Rot und Schwarz, sondern um Grün und Blau, Ost und West und das Neue nach dem Alten in Zeiten der Ungewissheit. Es wird unsicherer und wahrscheinlich auch ungemütlicher. Wenn der gewohnte Pluralismus stirbt, beginnt anfangs ganz unbemerkt das Zeitalter der Dogmen und startet der Kampf um die Deutungshoheit. Schwarz und weiß. Richtig und falsch. Gut und böse. Dann gilt wieder der alte Satz aus der DDR: Sage nicht alles, was du weißt, sondern wisse, was du sagst. Dazu gehört auch die Verschwiegenheit in Sachen Edelmetalle, dem Antigeld zum herkömmlichen Geld. Denn wenn es schlimm kommen sollte, wachsen Begehrlichkeiten auf einem Mist, auf dem sonst wenig wächst. Dann ist der Preis einigermaßen egal, auch wie er sich im Juni letztendlich bewegen wird - statistisch gesehen.

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