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Gold und Silber abgeschrieben?

11.08.2017

Was sind die Gemeinsamkeiten von Silber und Bitcoin? Alles hat seine Zeit. Erinnern wir uns, als Silber im Jahr 2011 auf 50 US-Dollar pro Unze gestiegen war. Wer hat es dorthin getrieben? Die Presse war voll von Schlagzeilen und Analysten wurden plötzlich alle zu Silber-Experten. Jeder hatte auch irgendetwas zum Gold zu sagen. Die Edelmetalle waren in Mode gekommen. Wodurch? Durch die steigenden Preise. Diese haben Aufmerksamkeit auf sich gezogen – und Spekulanten wie derzeit beim Bitcoin.

Für Spekulanten ist nur der Preis wichtig, weniger die Investition. Sie tummeln sich dort, wo am meisten los ist. Ähnlich verhält es sich heute im Aktienbereich bei Facebook, Apple, Amazon, Netflix und Google, den sogenannten „FAANG“-Aktien. Spekulanten zielen darauf ab, dass sie ihre jetzt gekauften Positionen später für einen noch höheren Preis an jemand anderen verkaufen können. Sollte die Rechnung jedoch nicht aufgehen, kehrt sich diese Spekulation schnell in ihr Gegenteil um. Das war 2011 beim Silber nicht anders. Vielleicht hat man sogar nachgeholfen, um sie zu verscheuchen.

Von Gold und Silber liest und hört man derzeit nicht viel. 2011 zog die Herde weiter und woanders hin. Beide Metalle sind derzeit nicht großartig auf dem Radar der Öffentlichkeit. Als der Bitcoin noch frisch war, interessierte sich auch niemand dafür. Dabei ist es erstaunlich, dass selbst explodierende Schuldenberge, Kriegstrommeln und die weltweite Gelddruckerei noch keinen Schwung in diesen Markt gebracht hat? Was muss noch passieren? Wahrscheinlich muss sich das Rad der Geschichte noch etwas drehen, bis das für einige jetzt schon Offensichtliche noch offensichtlicher wird - die Überschuldung der Welt, die eigentliche Wertlosigkeit des Geldes und die Flucht aus diesem. In Venezuela läuft das gerade ab. Dort überholt sich die Inflation gerade selbst und das Geld ist bald nur noch das Papier wert. Die Edelmetallpreise sind dort in der heimischen Währung explodiert, aber nur, weil die heimische Währung verkommt. Die armen Sparer.

In diesen Tagen jährt sich zum zehnten Mal der Ausbruch der „Finanzkrise“, die richtigerweise Überschuldungskrise hätte genannt werden müssen und die noch nicht gelöst wurde. Seit nunmehr neun Jahren steigen die Aktienkurse und findige Experten gehen davon aus, es geht auch die nächsten Jahre so weiter aufwärts. Aber was, wenn nicht? Wenn die Chips vom Tisch genommen werden, wohin geht dann das Geld? Es wird Sicherheit suchen.

Weit weg vom Blick der Öffentlichkeit passiert in Sachen Silber Erstaunliches, wovon in den Qualitätsmedien gar wenig steht. Zum einen hat die US-Investmentbank J.P. Morgan seine Silber-Investitionen auf 115 Millionen Unzen erhöht. Zum anderen fließt der Strom des Goldes ungehindert, und das seit Jahrzehnten, aus dem Westen in den Osten. In Indien, China und Russland haben sich so tausende, wenn nicht zehntausende Tonnen Gold angesammelt. Gold zog es immer schon dorthin, wo künftiger Reichtum gedeiht. Zugleich besitzen die weltweiten Zentralbanken offiziell 33.000 Tonnen Gold. Es weiß nur niemand, ob es wirklich vorhanden ist. Nachzählen will man es nicht, wegen der Kosten. Ha! Ha! Ha!

Das Edelmetall wechselt derzeit eher aus den schwachen in die starken Hände – übrigens auch die Aktien der Minenbetreiber. Umgekehrt ist es bei den Aktien. Man bezeichnet diese Investoren, die in solchen trüben Phasen kaufen, als smart. Sie werden später ihre Papiere denen verkaufen, die dann auf hohen bzw. noch höheren Kursniveaus meinen, es den starken Händen abkaufen zu müssen.

Gleichzeitig erreicht die weltweite Goldproduktion laut verschiedenen Berechnungen in diesem oder im nächsten Jahr ihren Zenit. Es wird weniger Gold gefunden als abgebaut wird. Aufgrund der gesunkenen Preise und damit verbundenen Kosteneinsparungen wird weniger investiert.

Inzwischen stecken sechs Jahre Bärenmarkt in den Knochen der Gold- und Silberbugs. Eine Unze Gold in Euro kostet rund 22 Prozent weniger als auf seinem Hochpunkt. Silber hat von dort aus gesehen 57 Prozent verloren. Ich erinnere mich an die Zeit, als bedauert wurde, damals nicht genügend gekauft zu haben, als es billig war. Die leidgeplagten Investoren bekommen also noch einmal eine Chance zu entscheiden, ob sie diese jetzt nutzen wollen, Papier in echte Werte umzutauschen. Oder ob sie später bedauern werden, die Chance nicht genutzt zu haben - sollte jemals das Metall teurer werden, was ja aus heutiger Sicht von Experten und den Leuten ohne Ahnung aber mit viel Meinung völlig ausgeschlossen ist.

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