Frank Meyer Blog

Edelmetalle im Sommerloch

13.06.2022

Es bleibt dabei, die Sommermonate sind für Edelmetalle die langweiligsten. Etwas hoch, etwas runter, am liebsten laufen sie dann seitwärts. Wenn dann die Sonne wieder früher untergeht, geht sie für das Güldene dann meist erst auf. Also etwas Geduld und eine kurze Erinnerung: je höher das Gold notiert, desto ungemütlicher wird es um uns herum. Deshalb sollte man achtsam sein mit dem, was man sich wünscht. Es könnte nämlich wahr werden.

Die Inflation galoppiert mit Zuwächsen von 7,9 Prozent im Mai durch die heimischen Geldbeutel. Man spürt es täglich. Der sogenannte „Tankrabatt“ entpuppt sich als reines Konjunkturprogramm für die Mineralölkonzerne. Und das Neun-Euro-Ticket sorgt für schnellere Durchseuchung als für eine wirkliche Entlastung in der Geldbörse. Mehr noch: die Inflation sorgt auf den Konten für einen immer schnelleren Kaufkraftschwund, obwohl sich der Kontostand dafür gar nicht ändern muss. Es unzählige Milliarden, die den Leuten durch die Finger rinnen, ohne dass es den meisten auffällt. Sonst würden sie ja etwas dagegen tun. Aber was? Finanzielles Wissen ist hierzulande so weit verbreitet wie Öltürme und Klapperschlangen.

Die Kaufkraft ist einfach weg, während man mit dem Finger auf Putin zeigt. Nein, so einfach ist das aber nicht. Die Teuerung ist die Folge expansiver Geldpolitik. Diese hat maßgeblich die EZB zu verantworten. Als Folge kam die Teuerung über uns. Und nein, die EZB hat nicht ahnen können, dass ihre Politik so daneben geht. Für alle anderen war es ein offenes Geheimnis.

Sicherlich hat der Ukrainekrieg diese Inflation mit befeuert, aber maßgeblich ist es die Gelddruckerei, die die Leute nicht reicher, sondern jetzt ärmer macht, jedoch die Schulden der Länder ebenso entwertet. Vielleicht ist das genau der wahre Grund für diese desaströse Geldpolitik, die die Staatskassen entlastet. Diese Inflation kommt daher als Zusatzsteuer ohne Steuererklärung.

Die Euro.Sklerose geht weiter. Gold in Euro hat in diesem Jahr 7,4 Prozent zugelegt und binnen zwölf Monaten um 11,4 Prozent. Es taugt auch weiterhin als „Ersatzgeld“ zum herkömmlichen Papiergeld, denn Papiergeld vergeht, während Gold besteht. Wer Gold hat, hat immer Geld, steht im Geschichtsbuch, während sich Geschichte zwar nicht wiederholt, aber immer wieder reimt.

Wie sieht es mit den anderen Edelmetallen aus? Silber hat, in Euro gerechnet, dieses Jahr um zehn Prozent abgegeben und Palladium seine extreme Kursspitze konsolidiert. Platin bastelt im Chart an einem Boden. Beide konnten in diesem Jahr rund acht Prozent zulegen. Doch man muss die Charts im größeren Bild anschauen.

Normalerweise notierte in der Vergangenheit Platin meist ein Zehntel über dem Goldpreis. Heute aber steht es 47 Prozent unter dem Goldpreis. Ob das auch auf lange Sicht so bleiben wird? Der Rückgang des Platinpreises resultiert auch aufgrund der Veränderungen in der Autoindustrie. Da Dieselfahrzeuge nicht gerade die Lieblinge der Regierungen sind, wird in den Katalysatoren künftig wahrscheinlich weniger Platin benötigt. Die steigende Nachfrage nach Benzinautos dagegen hat die Nachfrage nach Palladium beflügelt. Letztlich spielt dieses Metall aber auch in der Elektrotechnik eine zunehmende Rolle, wobei der Markt zu fast 40 Prozent aus Russland bedient wird. Der Markt mit Wasserstoff und die Brennstoffzellentechnik werden künftig mehr von diesen edlen Metalle benötigen.

Die Weißmetalle haben ihre eigenen Regeln, wobei Silber aufgrund der Historie als etwas mehr „geldig“ gesehen wird. Bei Unsicherheiten hinsichtlich des Finanzsystems wird als Erstes Gold nachgefragt. Ja, ja, man kann Gold nicht essen. Papiergeld aber auch nicht. Es ist letztlich die Frage, wem man trauen und was man glauben kann. Die Großeltern würden aus ihrer Erfahrung heraus sagen, allem, was man in der Hand hält, mehr wiegt als Papier, und man getrost nach Hause tragen kann. Einer Zentralbank vertraut, ist wie auf Sand gebaut.

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