Frank Meyer Blog

Sachwert long - Geldwert short

12.01.2021

Wir schreiben das Jahr 2021 und wünschen uns und den meisten anderen das Beste. Von „positiv denken und negativ bleiben“ ist die Rede. Das neu erworbene Hüftgold wird als „Lockdownschaden“ bezeichnet und die Sorgen wachsen, wie man aus der Nummer wieder rauskommt. Um die Börsen muss man sich wohl weit weniger Sorgen machen. Die laufen von ganz allein oder auch die durch Geisterhände angeschoben. Aus den Tanklastern von Regierungen und Zentralbanken fließt der Treibstoff durch dicke Schläuche und die Finanzmärkte feiern fast täglich neue Rekorde. Spötter könnten behaupten, die Pandemie würde die Börsen sogar beflügeln. Früher noch waren sie mit Wirtschaft verbunden. Heute hängt das Wohl oder Wehe der Kurse an der Geld- und Fiskalpolitik. Was soll da schon passieren, fragen die Narren des Zufalls...

Wie dem auch sei, mit 2020 verabschiedete sich ein goldenes und vor allem silbernes Jahr - vom Bitcoin und den anderen „Kryptos“ mal abgesehen. Sie bringen zusammen inzwischen mehr als eine Billion US-Dollar auf die Waage, also rund ein Zehntel des gesamten Goldmarktes oder das 40-fache des jährlichen Silberangebotes.

Antigeld

Ist der Bitcoin zu teuer oder Gold zu billig? Wir wissen es nicht. Fakt ist aber, dass Gold eine tausendjährige Geschichte als Geld aufweisen kann und in Papiergeldzeiten das Antigeld darstellt. Der Bitcoin befindet sich im 14. Jahr seiner Existenz. Ist er gekommen, um zu bleiben? Zumindest hat er eine nicht ignorierbare Größe erreicht und auch er ist eine Art von Antigeld. Nur kann man ihn im Gegensatz zu Gold- und Silbermünzen nicht anfassen. Was ist er wert? So viel wie man bereit ist, für ihn zu zahlen und das ist inzwischen mehr als ein Kleinwagen, 50 Kilo Silber oder 22 Unzen Gold. Dafür muss eine alte Frau sehr lange stricken...

Apropos stricken… Wenn man überlegt, wie viel es damals und heute für einen Monatslohn, bzw. das, was einem der Staat lässt noch an Gold oder Silber kaufen kann, ist das Ergebnis sehr ernüchternd. Wer im Jahr der Euroeinführung 2.000 Euro netto bekam, konnte dafür noch sechs Unzen Gold kaufen. Heute ist es etwas mehr als eine Unze. So viel ist die Arbeit heute wert. Nehmen wir mal an, der Nettolohn wäre seitdem um 50 Prozent gestiegen, wo auch immer das sein mag, müsste man doppelt so lange für die gleiche Menge Gold arbeiten. Auf der anderen Seite sind diejenigen, die damals Gold gekauft oder monatlich gespart haben, ganz ohne Mühe reicher geworden? Falsch! Sie sind nicht ärmer geworden. Mehr kann Edelmetall nicht leisten.

Und das Silber? Ist es nicht spannend zu beobachten, wie die Energiewende, der ökologisch angewiesene Umbau und die Digitalisierung als immer größere Nachfrager im Silbermarkt auftreten? Dazu kommen die Investoren, die genau darauf setzen und noch eine andere Käuferschicht, die Silber als Inflationsschutz kauft – nicht zu vergessen die kleineren Leute, denen Gold zu teuer geworden ist. So ist Silber im letzten Jahr, in Euro gerechnet, um 35 Prozent teurer geworden - weit mehr als das Gold.

2021

Auch wenn dieses Jahr noch jung ist, so werden Zentralbanken und Politik noch enger miteinander kuscheln und agieren. Was der Staat verteilt wird ihm die Zentralbank drucken. Die EZB wird dieses Jahr die gesamten Schulden der Eurozone finanzieren, indem sie die frischen Schuldpapiere aufkauft, die die Staaten ausgeben - mit neuem Geld. Aus dieser Nummer mit dem süßen Gift der Schulden kommt niemand mehr heraus. Zinsanhebungen und Geldverknappung würden in Nullkommanix zur nächsten Finanzkrise führen. Von daher bleibt auch 2021 die Herausforderung, gut auf sein Geld und dessen Kaufkraft aufzupassen. Das schlechte Geld gibt man aus oder tauscht es in gutes Geld. Es wird weiter ein wilder Ritt sein, wie wir in der ersten Handelswoche schon erleben durften.

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