Frank Meyer Blog

Goldene 20er Jahre?

14.01.2020

Willkommen im neuen Jahr und im neuen Jahrzehnt! Sind Sie gut reingerutscht? Gold hatte einen traumhaften Start. Der angebliche Grund: Im Nahen Osten hat es gekracht. Man weiß ja nie, was sich daraus noch entwickeln kann. In US-Dollar kostete das gelbe Blech mit 1.610 US-Dollar so viel wie seit sieben Jahren nicht mehr. Die Experten waren überrascht. In Euro aber erreichte es mit 1.433 Euro pro Unze ein frisches Allzeithoch. Die Fachleute kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Gold hatte sich über ein paar Stunden richtig ausgetobt. Die Zeichen stehen jetzt erst einmal auf wieder etwas günstigere Kurse. Es kann auch anders kommen, aber so richtig ist nicht klar, ob es im Nahen Osten ruhig bleiben wird.

In diesen Tagen hieß es oft, Gold sei als Krisenmetall bekannt. Das mag für kurze Zeiträume stimmen, wenn aus bestimmten Gründen der Unsicherheit oder auch Angst die Nachfrage anspringt. Doch eigentlich sind die Papierwährungen in einer Dauerkrise, denn wenn Gold in Euro so hoch wie noch nie notiert, steht der Euro gegenüber dem Gold folgerichtig so tief wie noch nie. Doch nicht nur in Europa ist Gold so teuer wie noch nie. Was aber ist die Ursache? Nun, wenn man weltweit die vorhandene Geldsuppe mit immer neuem Geld verdünnt, muss man sich doch auch nicht noch wundern, wenn die Preise steigen und man für eine Goldeinheit, ob in Gramm oder Unzen, immer mehr von diesem verdünnten Geld aufwenden muss. Zudem kann man mit relativer Sicherheit davon ausgehen, dass auch die aktuelle Kaufkraft mehr oder weniger schnell schwindet, was das Metall unter teils großen Schwankungen weiter verteuert. 1.443 Euro pro Unze werden nicht das Ende der Fahnenstange bleiben.

Wenn man überlegt, dass der Goldpreis in den letzten beiden Jahrzehnten um 410 Prozent stieg, könnte man mit Recht behaupten, für die gleiche Menge Euro von damals nur noch ein Viertel des Metalls von heute zu bekommen. Für Otto Normalbürger ist eine Unze fast schon unerschwinglich geworden. Wie geht es dem Silber?

Hinter dem Goldpreis wirkt Silber etwas blass. Zwar hat der bleiche Bruder des Goldes im Rückenwind des Goldes 21 Prozent zugelegt, doch Gold ist in unsicheren Zeiten erst einmal der Kaiser. Doch auch Silber liebt die Inflationierung. Eine Unze Gold kauft gerade 85 Unzen Silber. Historisch gesehen, ist Silber zu billig im Vergleich zum Gold. Das Verhältnis sollte eher 1:60 stehen. Wir wissen aber auch, dass Silber auf den letzten Metern oft das Gold in den Schatten stellen kann. Für Otto Normalsparer ist eine Unze Silber weit erschwinglicher als ein Gramm Gold, welches bei 45 Euro pro Gramm notiert. Dafür bekommt man mehr als zwei Unzen Silber. Silber ist ohnehin das Gold des kleinen Mannes…

Apropos kleiner Mann… Wie gut es doch unsere Regierung mit ihm meint. Seit dem 1. Januar gilt die Obergrenze von 2.000 Euro, ab welcher sich jeder sowohl bei Kauf als Verkauf von Edelmetallen ausweisen muss. Warum nur? Angeblich sind es Gründe der Geldwäsche. Das zieht immer als Argument, wenn es keine anderen gibt. Logischer erscheint dann schon, die Tür für die kleinen Leute etwas enger zu machen, und ihren Aufwand größer, wenn sie Papiergeld in Blech tauschen. Und Rabenvater Staat weiß künftig auf Knopfdruck Bescheid, wer, wo, was und wie viel gekauft hat bei Beträgen über 2.000 Euro.

Erst vor wenigen Jahren wurde diese Bargeldobergrenze von einst 15.000 auf 9.999 Euro gesenkt. Nun also 2.000 Euro. Vor dem Jahreswechsel bildeten sich vor den Läden der Edelmetallhändler lange Schlangen. Mit dem neuen Jahr sorgte dann die Gemengelage in der Welt und die steigenden Preise für Gold und Silber für eine weiter anhaltend starke Nachfrage. Erstaunlich oder ungewöhnlich war und ist auch noch, dass die Ankaufpreise für Münzen und Barren über den tagesaktuellen Spotpreis stiegen. Die Aufgelder beim Kauf zogen von rund einem auf bis zu drei Prozent an, was nach einer großen Nachfrage oder einem geringen Angebot aussieht. Oder nach beidem…

Das alte Jahrzehnt liegt hinter uns, das Neue ist noch frisch. Werden es „Goldene 20er? Wir wissen es nicht, es wäre allerdings verwunderlich, wenn das Papiergeld gegenüber Edelmetall aufwerten würde. Schließlich werden auch 2020 wieder mehr von diesen frischen Geldeinheiten geschaffen. Und wenn es zu weiteren Schwierigkeiten oder Ärgernissen im Finanzsektor kamen sollte, kommen zu den ohnehin schon gigantisch großen Schuldenbergen von über 250 Billionen US-Dollar noch ein paar Billionen hinzu nach dem Motto: „Scheitern ist keine Option!“ Am Ende dieses weltgrößten Papiergeldexperiments sollte man ohnehin mehr Gold- und Silbereinheiten besitzen als Geldeinheiten.

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