Frank Meyer Blog

Was bringt 2020?

12.12.2019

So kurz vor dem Fest hat unsere Regierung ein besonderes und seltsam riechendes Geschenk auf den Gabentisch gelegt. Wer ab dem neuen Jahr anonym Edelmetalle kaufen möchte, darf das nur noch bis 2.000 Euro, ohne seine Daten abzuliefern. Bis Ende 2016 waren noch 14.999 Euro erlaubt. Dieser Betrag wurde 2017 auf 10.000 Euro gesenkt. Und weil es die Welt wahrscheinlich wieder mal besser machen soll, gilt ab dem neuen Jahr die 2.000er-Marke. Als Grund wird wieder mal die mögliche Geldwäsche angeführt. Wie fürsorglich! Dabei hatten von den 59.845 im Jahr 2017 gemeldeten Verdachtsfällen nur 64 mit Edelmetallen zu tun. 2018 gab es bei 77.252 Verdachtsmeldungen 175 Bezüge zum Edelmetall. Zusammen genommen sind das also 239 mögliche Geldwäschefälle, bei denen Edelmetall im Spiel war. Bemerkenswert dabei, nur vier Fälle betrafen den anonymen Bereich unter 10.000 Euro. Alles darüber musste registriert werden.

Warum wird diese Bargeldobergrenze für Tafelgeschäfte sonst gesenkt? Man kann durchaus Neugierde seitens des Staates vermuten, dass der künftig genauer wissen will, wer dieses Zeug besitzt und wenn ja - wie viel. Zum anderen könnte diese neue Regelung erst recht die Leute abhalten, ihre Euros in etwas Dauerhaftes zu tauschen. Damit dürften Gold oder Silber etwas weiter in die dunkle Ecke der Verruchtheit geschoben werden - hin zu Drogen, Kriminalität und anderen teuflischen Dingen. Sicherlich nicht ganz ohne Grund...

Dabei zeigt die Geschichte des Geldes, dass Gold im Notfall immer noch da war, wenn sich das Papiergeld aufgelöst hat. Edelmetalle waren der permanente und unbestechliche Gegenspieler des Papiergeldes. Die Absenkung der Bargeldobergrenze lässt vermuten, dass es unserem Euro nicht sonderlich gut geht - oder künftig gutgehen wird. Auf diese Art und Weise wird der Ausgang aus dem Reich des Papiergeldes in Anti-Geld erschwert.

Diese Vermutung ist nicht frei erfunden angesichts der weltweit immer schneller wachsenden Schuldenberge und Probleme. Auch wenn die Bundesregierung offiziell an ihrer schwarzen Null festhält, steigt die weltweite Verschuldung immer schneller. In das neue Jahr wird die Welt mit geschätzten 255 Billionen US-Dollar Schulden starten. Unter dieser Zahl kann sich niemand etwas vorstellen. Auch nicht, dass dies rund 300 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung entspricht. Die Schulden wachsen schneller als die Wirtschaft. Nur mit immer mehr frischem Geld (Schulden) kann die Karre am Laufen gehalten werden. Nichts bleibt unversucht. Doch der Grenznutzen einer neu geschaffenen Geldeinheit wird geringer, bis noch mehr Schulden dann gar nichts mehr bewirken.  Dann spätestens sollte man nicht komplett auf Papiergeld gesetzt haben.

Sollte es mit der Wirtschaft nicht so gut laufen - und das tut es derzeit nicht, hat die EZB weitere Unterstützung angekündigt, also noch mehr frisches Geld zum Nulltarif. Und malt man diese Schulden auch noch grün an, sind das ja nur gute Schulden. Damit reitet die EZB zusammen mit der EU-Kommission auf der gerade modernen Öko-Welle. Grüne Schulden sind ja nicht so schlimm wie normale Schulden. Oder? Die letzten Aussagen der EZB lassen vermuten, auch dort zieht der geldpolitische Klimaschutz ein. Das nennt sich dann wahrscheinlich „Grüne Geldpolitik“, bedeutet aber den Ausstieg aus der Marktwirtschaft und den Beginn einer komplett gelenkten Wirtschaft.

Wie dem auch sei, wer künftig 10.000 Euro anonym in Gold tauschen möchte, muss künftig fünfmal zum Edelmetallhändler seines Vertrauens. Beim viertel Mal fällt das bestimmt auf. Der Bundesrat drängt hingegen darauf, diese Obergrenze auf 1.000 Euro zu senken. Dann wird auch der Kauf einer einzigen Unze Gold aktenkundig. Ist dann derjenige, der Gold besitzt oder kauft, nicht auch automatisch verdächtig und auffindbar? Es ist schon erstaunlich, wie sich der Staat offiziell um seine Schäfchen kümmert. Es geht vermutlich mehr um die künftige Hoheit über „sein“ Zahlungsmittel - per Gesetz.

Bares gegen Wahres zu tauschen wird erschwert. Sicherlich nicht vorrangig zum Schutz seiner Bürger. Die Spatzen pfeifen mögliche Einschränkungen beim Goldkauf seit Jahren von den Dächern. Die damals als Verschwörungstheorie bezeichneten Sorgen werden ab dem neuen Jahr dann Realität. In einigen Jahren sind vielleicht nur noch die Gedanken … frei. Oder?

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