Frank Meyer Blog

Silber - nackte Zahlen über ein kaltes Metall

10.12.2018

Schaut man sich die Geschichte von Silber an, ist diese sehr lang. Früher fungierte es noch als Geld, inzwischen fast ausschließlich als Rohstoff – aber weiterhin mit einer versteckten Geldfunktion. Wäre Silber wie damals auch Gold noch gängiges Geld, müsste es aufgrund der aktuellen Geldmengen im dreistelligen Billionenbereich weit höher notieren als derzeit bei 15 US-Dollar. Doch Moment! Mit Edelmetallen als Geldanker wäre es erst gar nicht zu dieser Verschuldungsorgie gekommen. Erst seit dem Geld der Anker genommen wurde, konnten die Geld- bzw. Schuldenberge wachsen bzw. explodieren. Wahrscheinlich würden wir ohne diesen Pump aus der Zukunft nicht so im Wohlstand schwimmen – den ja immer weniger Leute besitzen. Auch das ist die Folge unseres modernen Geldsystems – die Umverteilung von unten nach oben. Durch den Zins des Geldes macht der Teufel am liebsten auf den größten Haufen. Wenn der Zins fehlt, über Preissteigerungen bei den Anlagegütern. Wer nix hat, bekommt auch nichts, und schon gar nicht einfach so...

Silber als Rohstoff und Antigeld

Unsere moderne Technik-Welt würde ohne Silber als Rohstoff brachliegen. Seine chemischen und physikalischen Eigenschaft machen es zum Tausendsassa. Rund 60 Prozent des Silberangebots wird hier verbraucht und verschwindet damit. Der Rest geht in die Schmuckindustrie und die Herstellung von Silberwaren. Und dann gibt es Leute, die investieren in physisches Silber in Form von Münzen und Barren - wohl auch in der Erinnerung, dass Silber wie Gold noch da waren, wenn das Geld weg gewesen war. Silber ist wie das Gold eine Art von Antigeld und Wertspeicher - ziemlich billig im Vergleich zu Aktien, Immobilien Grund, Boden, Oldtimern oder auch Gold. Eine Unze wird an den Börsen für 14,50 US-Dollar bzw. knapp 13 Euro gehandelt. Gold kostet 86 mal mehr und damit historisch viel.

Angebot und Nachfrage

Auch in diesem Jahr werden wieder rund 25.500 Tonnen Silber gefördert. Das sind pro Sekunde 26 Unzen oder 1.560 Unzen pro Minute. So erblicken pro Stunde 93.600 Unzen frisches Silber das Licht der Welt, meistens als Beiprodukt in der Förderung von Gold, Kupfer oder Blei. Der niedrige Silberpreis und die steigenden Förderkosten machen den Betrieb reinrassiger Silberminen nahezu unrentabel.

Insgesamt werden 2018 nach verschiedenen Schätzungen rund 820 Millionen Unzen gefördert. Noch ein kleines Zahlenspiel? Wenn jeder Erdenbürger eine Unze für Sparzwecke oder warum auch immer besitzen möchte, dauert es neun Jahre, ohne dass ein einziges Gramm Silber für die anderen Verbraucher zur Verfügung stünde.

Angeblich ist es die schwächere Nachfrage vonseiten der Investoren, die den Silberpreis in diesem Jahr hat sinken lassen. Verständlich, denn die Musik spielte ja am Aktienmarkt. Jedenfalls bis neulich. Da kauft man eher Apple, Google, Facebook und SAP.

Bei in etwa gleichbleibender Nachfrage aus der Industrie bleibt rechnerisch ohnehin wenig für Investitionen übrig. Laut Silver Institute beläuft sich die gesamte Nachfrage nach Silber auf 963 Millionen Unzen. Ich weiß nicht, wie man auf die genaue Zahl kommt, doch gehen wir mal davon aus, sie stimmt. Davon fragt die Industrie 585 Millionen Unzen nach.

Das Angebot wird noch gespeist von rückgewonnenem Silber und Verkäufen aus Altbeständen der Investoren und Sammler in Höhe von rund 170 Millionen Unzen. Das entspricht einer Angebotsmenge von 998 Millionen Unzen Silber. Bei einer Nachfrage von 963 Millionen Unzen errechnet sich daraus ein Überschuss von prognostizierten 35 Millionen Unzen.

Da je nach Preis wie bei Apple, Bitcoin oder Cannabis-Aktien die Spekulanten angelockt bzw. verschreckt werden - und die „Meute“ oben kauft und unten verkauft - werden dieses Jahr rund 220 Millionen Unzen von Investoren aufgenommen für umgerechnet 3,2 Milliarden Euro - und das weltweit. Diese Summe druckte die EZB im letzten Monat binnen einer knappen Woche. Und das kurz vor der geplanten Beendigung ihres Anleihe-Aufkaufprogramms.

Fazit

Fakt ist, Silber steht im Gegensatz zum Jahr 2011 kaum im Fokus. Dabei sprechen seine Fundamentaldaten für sich. Fakt ist auch, dass es sich im Vergleich zu anderen Märkten um einen Winzling handelt – einem Unverzichtbaren in der Industrie. Der Silberpreis wirkt lächerlich niedrig, was sich schnell ändern kann, wenn es im Finanzmarkt mal wieder kracht bzw. wenn die Inflation bzw. der Währungsverfall die Leute aufscheucht und sie dann ihr Geld in etwas Besseres und Dauerhaftes tauschen wollen. Es heißt, Silber sei das Gold des kleinen Mannes. Der Kauf einer Unze Gold schlägt mit rund 1.100 Euro zu Buche, eine Silberunze mit 15 Euro. Das ist etwas weniger als ein Schnitzel in einem Restaurant z.B. in Frankfurt. Bei den oben genannten Zahlen gibt es schlichtweg nicht genug Silber für alle – und das schon gar nicht bei diesem Preis.

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