Frank Meyer Blog

Wird gerade Geschichte geschrieben?

09.02.2017

Entgegen aller Erwartungen (wieder mal) laufen Gold und Silber seit Jahresbeginn weiter aufwärts. Das Gelbe in Euro stieg um sechs und das Weiße um zehn Prozent in diesem Jahr. Überall heißt es, die Unsicherheiten für den Kursanstieg wären der Grund. Das ist nur die halbe Wahrheit. Wäre dem wirklich so, gäbe es im Vergleich zu den Höchstständen im Jahr 2011 jetzt ein Drittel weniger Unsicherheit. Oder aber: Bis zum alten Hoch hätten noch ein paar mehr Unsicherheiten um uns herum Platz.

Dabei stimmt es schon, dass der Goldpreis wie am Tag der Wahl des neuen US-Präsidenten oder der BREXIT-Entscheidung heftig springt. Schnell hatte sich aber der Pulverdampf verzogen. Die Frage bleibt, warum Gold wegen dieser vielen neuen Unsicherheiten noch keine neuen Hochs erreicht hat.

Unterdessen haben die Börsen viel Speck angesetzt. US-Aktien sind recht teuer im historischen Vergleich. Das heißt nicht, dass sie noch teurer werden können. Dagegen ist Gold gegenüber dem Dow Jones preiswerter geworden - und Silber noch preiswerter. Woran das zu erkennen ist? An den preislichen Verhältnissen des einen zum anderen und nicht nur am nominalen Preis. Doch was bedeutet preiswert? Wenn ein Wert seinen Preis wert ist. Darum geht es beim Investieren…

Erinnern Sie sich? Als Gold im Jahr 2011 bei 1.920 US-Dollar notierte, bekam man für einen ganzen Dow Jones sechs Unzen Gold. Heute sind es 16 Unzen und damit fast dreimal so viel wie damals. Noch extremer sieht es bei Silber aus. Im Frühjahr 2011 schoss Silber binnen weniger Wochen bis auf rund 50 US-Dollar. Damals konnte man für einen Dow Jones rund 250 Unzen Silber kaufen. Heute sind es 1.140 und damit rund fünfmal mehr als damals. Sind die Edelmetalle damit günstig, um ihnen den Vorzug vor Aktien zu geben? Wir wissen nur, es ist günstiger geworden. Doch warum interessiert es? Weil Gold und Silber das Antigeld des Papiergeldes sind und es dem Papiergeld künftig weniger gut gehen wird. Daran besteht kaum Zweifel. Darüber habe ich in den früheren Beiträgen genug geschrieben.

Wird gerade Geschichte geschrieben? Wahrscheinlich. Die Lage ist verworren in Zeiten, in denen die Geschichte dieses Planeten angeblich an einem einzigen Menschen hängt. Die Frage aber, wohin sich unser Geld entwickelt, ist viel einfacher zu beantworten, steht der Spielplan jedes Papiergeldes doch in den Geschichtsbüchern. Warum sollte es diesmal anders sein? Erst wird es mehr davon geben bei einer schwindenden Kaufkraft. Bei einigen Währungen geht es schneller, bei anderen langsamer, ablesbar am Goldpreis. Dem Euro geht es optisch und preislich wahrlich nicht gut. Doch das soll so sein. Man stelle sich vor, er stünde beim fairen Wert, ablesbar am BigMac-Index, das wäre bei 1,30  US-Dollar, wäre das Schleudertrauma in der Eurozone längst zurück.

So stellt sich real die Frage, was man tun kann, wenn die offizielle Inflationsrate jetzt mit 1,9 Prozent ausgewiesen wird, man aber für Erspartes keine Zinsen mehr bekommt wie früher. Herkömmliche Sparer werden so planmäßig um 1,9 Prozent bestohlen, ohne dass man die Polizei rufen kann. Okay, höre ich schon, man kann jederzeit an sein Geld auf dem Konto, was einem dann 1,9 Prozent im Jahr wert ist, also 19 Euro Kaufkraftschwund auf 1.000 Euro im Jahr. Tolle Wurst! Die meisten aber werden einwenden, dass ein 100er in einem Jahr noch ein 100er sein wird, zumindest sagt das die Zahl, die auf dem grünen Schein steht, nicht aber, was man dafür bekommt.

Was ist aber mit Erspartem, was für später ausgegeben werden soll, also das, was mehr als die sinnvollen Geldvorräte in Höhe von drei Monatsgehältern übersteigt? Dann kommt das „Tauschen in...“, das „Investieren“ ins Spiel, was die meisten Leute so lieben wie saure Milch. Dabei bedeutet investieren doch nur, seine Baumwolllappen in etwas dauerhaft Werthaltiges umzutauschen. Aber in was? Hier zeigt sich der Vorteil der Edelmetalle, dass ein relativ kleines Volumen große Werte speichert. Und, das ist das Wichtigste – dieses „Geld“ liegt außerhalb des Finanzsystems.

Wie geht man mit dem Thema um? Gelassen. Der einfachste Weg ist, regelmäßig ein paar überschüssige Euronen in Metall zu tauschen, also in echtes Gold nicht in irgendwelche Papierprodukte. Für größeres Geld eignet sich mehr Gold - für kleineres Geld mehr Silber. Und man muss nicht wie ein Börsenhändler die Kurse zeitnah im Blick behalten und hat so Zeit für wirklich wichtige Dinge. Beim monatlichen Sparen (Investieren) muss man sich auch weniger Gedanken um die Ein – und Ausstiegspunkte machen. Die findet man ohnehin nicht. Es geht bei Edelmetallen auch weniger ums Handeln, sondern um den Besitz – und die Hoffnung, dass man es nie benötigen wird.

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