Frank Meyer Blog

Ein böses Omen?

13.10.2014

Die EZB scheint es wirklich ernst zu meinen, wenn sie gebetsmühlenartig betont, ein schwacher Euro sei erwünscht. Es dürfte sie freuen, die Leute eher weniger, dass der Euro binnen weniger Wochen von 1,39 auf 1,25 US-Dollar regelrecht abgestürzt ist. Ja, er kann sich etwas erholen, aber...

 

Die EZB scheint es wirklich ernst zu meinen, wenn sie gebetsmühlenartig betont, ein schwacher Euro sei erwünscht. Es dürfte sie freuen, die Leute eher weniger, dass der Euro binnen weniger Wochen von 1,39 auf 1,25 US-Dollar regelrecht abgestürzt ist. Ja, er kann sich etwas erholen, aber...

Manche sprechen von einer politisch gewollten Lira-isierung der europäischen Einheiz-Währung. Wahrscheinlich ist es eine der letzten Optionen der EZB, die Währung des Eurolands an dessen schwächstes Mitglied anzupassen, um den Laden zumindest monetär zusammen zu halten. Sie hat zudem angekündigt, in den beiden nächsten Jahren 1.000 Milliarden Euro (!) aus dem Nichts zu produzieren, um die ohnehin dünne Währungssuppe noch weiter zu verwässern. Braucht es noch deutlichere Warnungen in Sachen Stabilität und Kaufkraft? 

Zehn Prozent Kaufkraftverlust seit Mai 2014 haben schon was! Oder anders ausgedrückt: Von 1.000 Euro Kaufkraft im Mai sind gegenüber dem Ausland jetzt im Oktober noch 900 Euro übrig. Zum Glück bekommt es niemand mit. Für die Exportindustrie wäre ein schwacher Euro ganz toll, sagen Experten. Ach, Sie persönlich exportieren nichts? Mist! Natürlich gibt es für die Exporteure große Vorteile mit einer schwachen Währung auf dem Weltmarkt. Aber das machen die anderen Länder ja auch. Wenn man aber im Ausland dann Waren einkaufen muss, wird es teurer. Steigende Importpreise würden zudem die Inflation anheizen, was ja auch so toll sein soll, sagen Experten. Für wen nur? Für Sparer sicherlich nicht.

Wie schon in den letzten Monaten geschrieben, bleibe ich dabei: Euros in Stärke verkaufen. Gold in Schwäche kaufen. Und stur bleiben. Es ist schon erstaunlich, dass der Goldpreis in Euro 2014 mit einem Plus von fast zehn Prozent die Kaufkraftverluste des Euro komplett ausgleichen konnte. Zu mehr taugt Gold wirklich nicht, außer Sie mögen Schmuck oder goldene Zahnfüllungen oder haben Angst vor einem Systemcrash. Schaut man sich in der Finanzpresse um, erinnert der Tenor an die Jahrtausendwende, wo Aktien nur noch steigen konnten und Gold nur noch fallen. Das änderte sich dann bekanntlich. Ist die Finanzpresse ein guter Ratgeber? Oh ja, wenn man das Gegenteil tut von dem, was dort empfohlen wird. Denn es kommen auch wieder andere Zeiten. Als 2011 eine Unze Gold 1.350 Euro kostete, haben es die großen Blätter auf den Titelseiten gezeigt. Jetzt, wo es 40 Prozent billiger zu haben ist, herrscht Schweigen im Blätterwald bzw. hat die Häme Oberhand. 

Bislang haben die deutschen Sparer mit der Verwässerung einer Währung wenig Erfahrung im Gegensatz zu unseren südlichen Freunden. Sie haben das Sparen schon immer anders verstanden als wir. Sie sind den Umgang mit schwächer werdenden Währungen gewohnt und ihre Lira, Drachmen, Peseten und Escudos recht schnell ausgegeben, auch für Betongold. Als die Zinsen immer kleiner wurden, auch massenhaft auf Pump. Allerdings kann man inzwischen beobachten, dass Immobilien auch nur Verbrauchsgegenstände sind und sie ständig Kosten verursachen, um deren Wert zu erhalten. Gold hat das nicht nötig.

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