Frank Meyer Blog

Gibt´s doch gar nicht! Doch! Bei Draghi!

22.04.2014

Oh weh! Wir leben in wirklich schlimmen Zeiten. Nein? Die Preise steigen nicht mehr so wie gewünscht, sondern nur noch die an den Börsen und Immobilienmärkten. Fast schon hätte ich diese niedrige Inflation gefeiert, gäbe es nicht überall die Warnungen vor der Deflation. Im März betrug die Teuerung in der Eurozone nach offizieller Lesart nur noch 0,5 Prozent. Wie wir leiden…. Nein?

Also ich habe ja wenig gegen stabile Preise bzw. geringe Teuerung. Aber darüber bestimmen ja andere. Und diese kreieren auf ihrem Reißbrett das Geld und auch dessen Qualität. Die Herren Währungshüter, so werden sie huldvoll genannt, finden ihr gehütetes Geld erst dann "stabil", wenn am Ende eines Jahres rund 98 Prozent der Kaufkraft übrig geblieben ist. Wenn dann nach ein paar Jahren nur noch die Hälfte der Kaufkraft übrig geblieben ist, sind sie zufrieden. Dann bekommt der Begriff "stabil" eine ganz andere und fast schon orwellsche Bedeutung. 

Was kann man tun? Nichts. Oder man geht stärker ins Risiko, um den Kaufkraftverlust ausgleichen zu können, der in der Realität doch etwas höher erscheint als offiziell. Das gesparte Geld auf dem Konto hat nun mal die dumme Eigenschaft, dass Zentralbanken weltweit den Zins ausgeräuchert haben und dieser inzwischen auf nur noch mikroskopisch kleine Werte gefallen ist. Tiefe Zinsen zeigen normalerweise ein  geringeres Ausfallrisiko für Kredite an, wenn es freie Märkte wären. Aber die sind ja umgebracht worden.

Man verliert automatisch. Und das ist gewollt. Fachleute nennen das Finanzielle Repression. Ich nenne es erzwungene Enteignung und Zinssozialismus. Nein, Geld mit eingebautem Zerstörungsmechanismus ist für mich kein Geld. Damit kann man zwar Waren kaufen, Handel treiben und Rechnungen bezahlen, aber es taugt auf lange Sicht nicht als Wertaufbewahrungsmittel. Im klassischen Sinne haben wir heute gar kein Geld, sondern bunte und heftig beworbene Verrechnungseinheiten. 

Und bald wird es lustig! Die EZB liebäugelt nämlich mit dem Aufkauf von Schuldscheinen im Billionenbereich. Damit entgiftet sie die Märkte und wird selbst zur Bad Bank. Nach allem, was man lesen kann, werden die Notenbanker den Inhabern von Schuldscheinen ein verlockendes Angebot machen. Sie kaufen bei Bedarf die Papiere auf und treten als Nachfrager am Markt auf, was die Preise noch höher treibt.

Sie gibt dem Tauschwilligen frisches Geld und ich bin gespannt, was sie dann damit machen werden. Bringen sie es an die Börse? Kaufen sie Schuhe, Polstermöbel oder weiter schlechte Papiere, um auch diese später der EZB mit Gewinn für einen höheren Preis anzudienen? Nach inoffiziellen Modellrechnungen soll durch diesen Prozess die Inflationsrate um 0,2 bis 0,8 Prozent steigen. Ist das nicht herrlich? Wenn die Börse jubelt, werden es die Experten auch tun.

Und Gold? Gold bringt ja gar keine Zinsen. Logisch! Gold kennt kein Ausfallrisiko und deshalb gibt es auch keinen Zins. Gold ist eine Wette auf steigende Preise, die dann zustande kommen, wenn es immer mehr Einheiten von Währung gibt. Durch den gewollten und geplanten Kaufkraftverlust verliert das Geld an Kaufkraft. Eine Einheit Gold kostet dann immer mehr von dieser schwächer werdenden Währung, mit Unterbrechungen. Das ist so gewollt. Nicht dass Gold steigt, sondern dass die Währungen schwächer werden, Schulden „tragfähiger“ und Guthaben nur noch nominal gut aussehen, ja fast täuschend echt. Gold ist das Barometer. Bei ein paar Billionen Euro oder Dollar später mehr, werden wir die Währungen nicht mehr als das wieder erkennen, selbst wenn sie noch die gleichen Symbole tragen wie jetzt. Selbst bessere Sicherheitsmerkmale machen die Sache nicht besser. Wenn die Notenbanken das „Geld“ oft genug durch den Kopierer jagen, wird das Gold die Auswirkungen mit steigenden Preisen anzeigen – aber auch die Preise im Alltäglichen und das zufriedene Lächeln der Herren „Währungshüter“.

 

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