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Wozu Gold? Es gibt doch wieder Zinsen!

10.08.2023

Sparerherz, was willst Du mehr? Endlich geht ein Ruck durch Deutschland! Na ja, mehr ein Ruck durch die Zinsfront, denn mit Tagesgeld bekommt man inzwischen schon 3,5 Prozent Zinsen. Bitte was? Die jüngeren Leser unter Ihnen werden jetzt ernsthaft fragen, was „Zinsen“ sind. Während der Finanzkrise vor anderthalb Jahrzehnten standen diese auf der Roten Liste, schienen ausgerottet zu sein bzw. wurden seitdem schmerzhaft vermisst. Früher, so berichten die Großeltern, gab es Leute, die konnten allein von den Zinsen leben!

Wenn wir Glück haben, bekommen wir bald sogar vier Prozent Zinsen auf Tagesgeld, wenn die EZB den Leitzins weiter erhöht. Aber sicher ist das nicht. Dann aber dürfte auch einiges kaputtgehen. Manches in der Wirtschaft kippt jetzt schon. Aber alles zu seiner Zeit. Fakt ist, dass die rekordhohen Schuldenberge keine höheren Zinsen vertragen, auch nicht die aktuellen Zinsniveaus über einen längeren Zeitraum, sagt jeder Taschenrechner.

Gegenüber Geld auf der hohen Kante sieht Gold gerade ziemlich glanzlos aus, wobei es, in Euro gerechnet, in diesem Jahr rund drei Prozent teurer wurde. Silber dagegen hat sieben Prozent verloren. Was sagt uns das? Nichts. Es ist schon richtig, dass Edelmetalle keine Zinsen abwerfen. Klar. Im Gegensatz zu Schuld- oder Zinspapieren gibt es auch keinerlei Ausfallrisiko. Wer zudem heute wieder glaubt, mit Zinsen reich werden zu können, sollte nochmal nachrechnen. Real betrachtet, verliert das Geld auf der hohen Kante trotz der jetzt erfreulichen Zinsen permanent Kaufkraft - annähernd drei Prozent hierzulande. Allerdings sind drei Prozent Verlust besser als 6,2 Prozent, wenn das Geld komplett unverzinst auf dem Girokonto schlummert oder unter dem Kopfkissen schwitzt. Aber die Zeiten ändern sich.

Für denjenigen, die Gold als Versicherung betrachten, als Wertspeicher außerhalb des Papiergeldsystems und als „eiserne“ Reserve für spätere Zeiten, werden feststellen, dass diese „Police“ etwas günstiger geworden ist. Gleiches gilt für die Silberfreunde, die sehr wohl wissen, dass die Nachfrage nach dem weißen Metall das Angebot auch in diesem Jahr übersteigen wird.

Hierzulande steigt zwar nominal der Kontostand. Real aber sinkt er. Das fällt auf den ersten und auch zweiten Blick nicht auf in Zeiten, in denen auch die Mathematik zur potenziellen Verschwörungstheorie geworden ist. In den USA liegt der Realzins (Rendite abzüglich der Inflation) jetzt sogar leicht im positiven Bereich. Das wird von Meinungsexperten als Gegenwind für das gelbe Metall gesehen. Warum sollte man auch Gold kaufen, wenn die Zinsen die (offizielle) Inflation mehr als ausgleichen? Und weil die Wirtschaft nicht wirklich rund läuft, spürt Silber als Mischform zwischen Industrie- und Edelmetall den Gegenwind noch stärker.

Sollten die Zinsen weiter steigen, dann wird das Umfeld für das „Edle“ rauer, aber auch für die Aktienkurse. Jeder weitere Zinsschritt bringt die Wirtschaft und besonders die Schuldner ein Stück näher an die Klippe. Manche stürzen schon ab. Angesichts der extrem hohen weltweiten Verschuldung bleibt es weiterhin ratsam, nicht alles auf Papiergeld und die Zinsen zu setzen. Die Zinsen muss schließlich jemand bezahlen bzw. auch bezahlen können.

Wie schon erwähnt, waren im letzten Jahr die Notenbanken der sogenannten Schwellenländer mit rekordhohen Käufen am Goldmarkt aktiv. Viele Länder mit Exportüberschüssen oder US-Dollar als Währungsreserven werden sich auch 2023 ernsthaft fragen, ob sie auch weiterhin ohne Risiko größere US-Dollar in den Reserven halten sollten. Schließlich zeigte sich an Russland, dass Währungsreserven schnell eingefroren werden können und damit weg sind. Die Politisierung des US-Dollar führte 2022 zwangsläufig zur Diversifizierung und zur Aufstockung der Goldreserven in vielen Ländern.

Sicherlich war 2022 ein Weckruf, Reserven zu diversifizieren. Dieser Trend dürfte erst begonnen haben. Auf die Frage, warum so viel Gold in den letzten Jahrzehnten seinen Weg nach Asien und in die Schwellenländer gefunden hat, gibt es heute deutlichere Antworten: Weil dort schneller an der Zukunft gebaut wird als in den entwickelten Industriestaaten.

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